Teddybären und Plüschtiere der DDR
Sie waren die treuen Begleiter unserer Kindheit: unsere Kuscheltiere. Finden Sie alte Stofftiere in allen
erdenklichen Variationen. Vom klassischen Teddybären über Eisbären hin zu Elefanten, Katzen, Tiger, Löwen,
Affen, Känguruhs, Pferde, Mäuse, Enten, Schildkröten, Krokodile und viele, viele andere Plüschtiere verschiedener
Hersteller.Teddybären
Die beliebte Miniatur-Nachbildung von Bären ist mit Baumwolle, Holzwolle oder anderen weichen Materialien gefüllt. Weiche, flauschige Stoffe werden für den Überzug verwendet. Da Teddybären viel mitmachen müssen, sind sie strapazierfähig genäht, die Nähte müssen eine große Belastung aushalten, um Enttäuschung zu vermeiden.
Als die Teddybären ihren Siegeszug durch die Kinderzimmer begannen waren sie ein reines Kinderspielzeug. Kindern diente der Teddybär als Kuscheltier und treuer Begleiter. In ihrer Spielwelt wurde er wie andere Spielfiguren ein lebendiges Wesen. Einerseits erlebte das Kind den Teddybär als Beschützer, andererseits vertrauten sie sich ihm häufig an, um spielerisch mit ihm über ihre Welt zu reden. Kinder sorgen für spielerisch für ihren Teddy. Im Gegenzug fühlen sie durch ihn bei Alleinsein oder Unsicherheit eine gewisse Geborgenheit.
An ihre eigene Kindheit erinnert wurde der Teddybär auch für Erwachsene immer mehr zum Sammlerobjekt. DDR-Teddybären sind heute rare und heißbegehrte Objekte. Auf Flohmärkten, speziellen Treffen und eigenen Messen treffen sich 20 Jahre nach dem Mauerfall Teddybär-Enthusiasten um der Ostalgie nachzugehen.
Die „VEB Plüsch- und Stoffspielwarenfabrik“ in Gehren
Im Jahr 1948 wurde die Firma "Henze & Steinhäuser" enteignet. 1961 folgt die Verstaatlichung der Sonneberger "Müller & Heublein" und deren Eingliederung in die "VEB Gehren".
Der Betrieb wurde dann dem Sonneberger Kombinat (Zusammenschluss mehrerer zusammengehöriger VEBs) untergeordnet. In der Unterabteilung "Plüsch und Stoff Gehren" ging das Tagesgeschäft weiter. 1965, ein Jahr später, folgte die Schließung des ehemaligen Betriebs "Müller & Heublein".
Thüringer Teddybären aus der Nachkriegszeit hatten ein schlicht wirkendes Aussehen. Häufig konnte nicht der beste Mohairplüsch für die Produktion verwendet werden. Pfoten- und Sohlenbezüge zeichneten sich durch eine vielfache Verarbeitung aus und bestanden aus Kurzmohair.
Zur Identifikation wurde in den 60er- und 70er-Jahren ein silberfarbener, runder Papieranhänger auf der Brust befestigt. Die Aufschrift Qualitäts-Spielwaren VEB Gehren/Thür. und eine gezeichneter Teddybär waren das aufgedruckte Markenzeichen.
In den 1970er-Jahren wurde zumeist ein überproportional großer Kopf auf die Teddybären gesetzt. Die Füllung bestand noch bis in die 1980er-Jahre aus Holzwolle. Stopfmaschinen, die synthetische Füllmaterialien verwenden konnten, mussten aus den USA importiert werden und waren so zu teuer.